Ihr Browser ist veraltet. Um den vollen Funktionsumfang der Seite zu gewährleisten, updaten Sie bitte Ihren Browser! ... download »

Hochschwarzwald     Presse     Wir helfen gern
        

Holzmaskenschnitzer Erich HolzerKunsthandwerk

Der Titiseer Holzbildhauer Erich Holzer fertigt seit knapp 30 Jahren Holzmasken für Fastnachtsgruppen und auch Individualisten

Die Holzmasken der Narren sind immer eine besondere Augenweide. Am meisten verbreitet sind im Schwarzwald die Hexen, gefolgt von den Teufeln. Der Titiseer Holzbildhauer Erich Holzer macht aber auch ganz ausgefallene Einzelanfertigungen: Für seine Wespe sucht er noch einen Träger.

Vor zwei Jahren übernahm Holzer das Geschäft am Titiseer Bahnhof und ist gleich mit einer Werkbank eingezogen. Hauptsächlich verkauft er Figuren und Krippen von Fremdfirmen, doch er fertigt auch selbst Schnitzereien von Masken über Figuren bis zur Möbelschnitzerei. Ende August fängt die Arbeit an den Fastnachtsmasken in der Regel an. Er spannt dann einen grob zugesägten Holzklotz ein und fängt an, ihn mit Klöpfel und Schnitzeisen zu bearbeiten.

„Ich schnitze schon seit über 20 Jahren Masken“, erzählt er, schon in der Lehre fing er damit an. Er hat seine große Werkstatt noch in Waldkirch, strebt aber einen Umzug nach Titisee an. Aus Waldkirch kommen deshalb noch viele Kunden, darunter die „Bajass“.

Am liebsten ist es Holzer, wenn ein Kunde nur mit einer ungefähren Vorstellung einer Maske kommt und er sonst freie Hand. hat. Aber einige kommen auch mit festgelegten Wünschen: „Manches geht technisch einfach nicht, da muss man Kompromisse finden“, sagt er. Für die Maskenschnitzerei hat er viele Studien betrieben: Portraitzeichnungen angefertigt, gelernt, welche Muskeln sich im Gesicht wo verziehen, um ein bestimmtes Grinsen zu erreichen.

Das Repertoire reicht von Einzelanfertigungen einer venezianischen Halbmaske über die traditionellen Hexen und Teufel, die er sogar mit echtem Widder- oder Ziegenhörnern ausstattet, bis zu seiner Eigenkreation einer Wespe, für die er noch keinen Träger gefunden hat. Holzer bemalt und lackiert auch selbst. Die leichteste Maske wiegt 200 Gramm, die massiven Hexenmasken bis zu einem Kilo. Zwischen 400 und 700 Mark muss der Narr investieren, dafür hat er auch ein Stück fürs Leben. „Die werden oft noch vererbt“, weiß er aus Erfahrung, dann macht er schon mal eine Kopie eines Originals, damit dieses geschont wird. Sein Geheimnis ist dabei eine Methode, der Maske ein künstliches Alter zu verleihen.

Holzer fertigt die Masken am liebsten individuell nach der Gesichtsform: „Ich habe schon Hunderte von Gesichtern vermessen, da gibt es viele Unterschiede“, sagt er. Augenabstand oder Nasenlänge unterscheiden sich bei den meisten Menschen. Aber viele Fastnachtsgruppen wollen auch einheitlich große Masken, die werden dann mit Schaum ausgepolstert. Die Hexen gibt es erst seit den 20-er Jahren dieses Jahrhunderts, erzählt der Holzbildhauer, früher gab es mehr glatte Masken. Der Ursprung geht seines Wissens nach von den „Wilden Männern“ aus, Bauern oder Schreiner, die meist einen Bart trugen. Doch jeder hat die Freiheit, selbst eine Maske zu entwerfen: „Vielleicht gibt es ja mal einen Schanzengeist.“

Doch die Maske allein macht noch keinen Narr: „Masken sehen nur gut aus mit dem entsprechenden Outfit“, so Holzer, dafür macht er dann Vorschläge für Narrenkappen, Schellen, Fell oder Haare.

Birgit Neuhardt , Badische Zeitung, 19.2.2001

Anreise:

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 13:00 Uhr
Montag 14:00 - 18:00 Uhr
Dienstag 10:00 - 13:00 Uhr
Dienstag 14:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch 10:00 - 13:00 Uhr
Mittwoch 14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag 10:00 - 13:00 Uhr
Donnerstag 14:00 - 18:00 Uhr
Freitag 10:00 - 13:00 Uhr
Freitag 14:00 - 18:00 Uhr
Samstag 10:00 - 16:00 Uhr
Sonntag 13:00 - 17:00 Uhr Nur von Mai bis Januar

Adresse

Erich Holzer
Parkstr. 9
79822 Titisee-Neustadt
Telefon 07651 988171
Fax 07651 988173