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Mit Wanderführern und Rangern den Hochschwarzwald entdecken

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Durch die wilde RötenbachschluchtWanderung

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Tour auf Karte anzeigen » 3D-Flug »
Schwierigkeit mittel
Strecke16 km
Aufstieg408 m
Abstieg408 m
Dauer5 h
Niedrigster Punkt696 m
Höchster Punkt896 m

Startpunkt der Tour:

Friedenweiler-Rötenbach

Zielpunkt der Tour:

Friedenweiler-Rötenbach

Eigenschaften:

geologische Highlights Geheimtipp Rundtour mit Einkehrmöglichkeit botanische Highlights

Höhenprofil

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Kurzbeschreibung

Eine Abenteuer-Tour von den Wanderbloggern Rainer & Claudia: Wild, urwüchsig und wunderschön! Die Rötenbachschlucht ist für uns ein echtes Wander-Highlight im Hochschwarzwald.

Beschreibung

Die Rötenbachschlucht war uns immer wieder von Wanderfreunden empfohlen worden und jeder hat uns vorgeschwärmt, wie schön sie doch sei. Und wie wild! Inzwischen sind wir ebenfalls dort gewesen und können alle Empfehlungen nur bestätigen, denn die Rötenbachschlucht hat wirklich alles, was zu einer richtigen Schlucht gehört: Sie ist wild, urwüchsig und wunderschön! Da sie jedoch nur wenig bekannt ist, steht sie völlig im Schatten ihrer großen Schwester, der Wutachschlucht.

Wegbeschreibung

Es ist bereits Mittag, als wir unser Auto in Rötenbach, am Rathaus parken. Gegenüber unserem Parkplatz finden wir gleich einen recht ausgefallenen Wegweiser. Er ist nämlich in den Stamm einer 300jährigen Tanne geschnitzt! Wir folgen dem schmalen Sträßlein aus Rötenbach hinaus, in Richtung Schotterwerk. Immer entlang des hier noch völlig unscheinbaren Rötenbaches passieren wir linker Hand einen alten Steinbruch, dann führt uns ein Wegweiser auch schon rechts hinunter, über ein erstes Brücklein.


Hier fängt die Rötenbachschlucht nun ganz sachte an, ist aber noch weit von dem entfernt, was man sich so allgemein unter einer Schlucht vorstellt! Wunderschön, ja fast anmutig, führt uns ein lieblicher Wiesenpfad in ein urwüchsiges Tal hinein und der weiche Boden federt jeden unserer Schritte weich ab, wie ein dicker Teppich.


Und was dann kommt, das ist Außenstehenden wohl nur schwer zu vermitteln. Aber es ist genau das, was Wanderer und Naturfreunde immer wieder suchen, um im Kopf sauber zu werden. Nun passiert nämlich wieder alles auf einmal und die Sinne werden völlig ausgelastet – Augen, Ohren, Nase, und sogar das Fühlen über die Haut: Wir vernehmen das Zwitschern von Vögeln und das Summen unzähliger Insekten. Gleichzeitig fühlt man, wie die Gesichtshaut von einem sanften, warmen Wind gestreichelt wird. In der Nase haben wir den fast betörenden Duft aller möglichen Blüten, und die Augen? Ach die werden doch ohnehin schon längst überfrachtet, von den fast unglaublichen Eindrücken, die uns eine gerade erwachende Natur im Frühling beschert!

Habe ich etwas vergessen? Ach ja, unsere Sorgen: Aber für die haben wir gerade überhaupt keine Kapazitäten mehr frei! Das alles unter einem einzigen Begriff zusammengefasst, möchten Claudia und ich hier einfach nur vom Lustwandeln sprechen!

Ganz langsam verändert sich nun aber der Charakter des Tales. Der schmale Pfad schmiegt sich zuerst nach rechts und folgt so der sich hebenden Talseite aufwärts. Auf diese Weise bemerkt man kaum, wie ganz langsam eine Schlucht entsteht, bis man sich plötzlich mitten in ihr befindet! Das geschieht jedoch in einem mehrfachem Auf und Ab, und zieht sich zudem über mehrere Kilometer hin. Eigentlich wird uns diese schleichende Veränderung erst richtig bewusst, als Claudia an einer etwas freien Stelle plötzlich über ihre Höhenangst stolpert: “Ups...”, meint sie nur kurz und hat sich auch schon wieder im Griff.


Wir sind derart fasziniert, von so viel naturbelassener Urwüchsigkeit, dass wir Bild um Bild schießen und darüber völlig die Zeit vergessen! Erst als uns ein fernes Grummeln zum Himmel schauen lässt bemerken wir, wie spät es schon ist! Aber wir möchten auch noch auf einen weiteren Aspekt aufmerksam machen, der uns hier die Zeit derart vergessen ließ: Die Ruhe und die Einsamkeit! Selbst heute, am Maifeiertag, sehen wir nur ganz selten andere Wanderer.


Ganz langsam nimmt die Rötenbachschlucht dann richtigen Schluchtcharakter an und der steht dem in der Wutachschlucht kaum nach! Über unzählige Brücklein wechseln wir immer wieder die Schluchtseite und erreichen irgendwann eine urige Schutzhütte. Beide sind wir völlig fasziniert von ihrem dick mit Moos bewachsenen Dach und halten das natürlich ebenfalls im Bild fest: die Rötenbach-Schutzhütte!


Auch hier zieht der schmale Pfad nun immer wieder mal steil hinauf, in die Schluchtwand und fordert dann schon etwas Trittsicherheit. Vor allem auf feuchte Wurzeln und Steine sollte man dabei achten, denn die können verdammt rutschig sein!
An einer kleinen Brücke macht uns der Rötenbach dann deutlich, dass er tatsächlich mit der Wutach verwandt ist: Baumstämme, die das Hochwasser hier zusammengetragen hat, türmen sich zu einer beachtlichen Höhe auf!

Und noch einmal geht es hoch hinauf, in die rechte Schluchtwand, dann führt uns der Pfad wieder sanft abwärts und wir erreichen die ersten Wasserfälle. Die Szenerie ist leider nur schwer auf einem Foto festzuhalten, da hier unten das erforderliche Licht fehlt und die Kaskaden auch recht schwer zu erreichen sind. Wir passieren noch zwei weitere, schöne Gefällstufen, dann etabliert sich der Pfad weiter unten und erreicht den Zusammenfluss mit der Wutach, wo uns ein Steg zu einem Grillplatz mit Vesperbänken führt.


Kurz darauf steht Claudia vorne, direkt auf der Landzunge zwischen dem Rötenbach und Wutach und sagt leise: “Sei mal ganz ehrlich, hast Du vielleicht erwartet, dass diese Tour so schön wird?” Nein, das habe ich wirklich nicht! Die Rötenbachschlucht ist auch für mich ein echtes Highlight dieses Wanderfrühlings!


Der weiterführende Weg verläuft nun durch die Wutachschlucht abwärts, vorbei an E-Werk, Stallegger Tanne und Räuberschlössle. Kurz dahinter führt er uns dann wieder hinauf, auf die Hochfläche, und über Göschweiler zurück nach Rötenbach.

Das ist nun noch ein ordentliches Stück Weg und hier, in der Wutachschlucht, erwarten wir jetzt auch wieder deutlich mehr Verkehr, schließlich ist heute der 1. Mai! Erst am Räuberschlössle begegnen wir aber wieder Menschen, einem netten, älteren Ehepaar. Sie fühlten sich ebenfalls so alleine auf der Welt, dass sie ihre Jacken einfach draußen, mitten auf dem vorbeiführenden Weg deponiert haben! Nach einem kurzen Wortwechsel ziehen wir weiter und erreichen oben auf der Hochfläche dann die Abzweigung nach Göschweiler. Diese Abzweigung ist nicht ausgeschildert! Es ist der erste Querweg, den man oben auf den Feldern erreicht! Hier führt der Schluchtensteig nach rechts in Richtung Schattenmühle, wir folgen aber dem Weg nach links, auf die Hügel zu! Wo man dann das geteerte Sträßchen erreicht, befindet sich an einer Scheune ein Pfeil nach rechts, und das Wort “Göschweiler“!


Kurz darauf sehen wir dann aber auch wieder die gelbe Raute und folgen ihr bis nach Rötenbach, zu unserem Auto. Dort sind wir dann richtig happy, weil wir heute mal wieder eine ganz tolle Wanderung erleben durften, die wir so niemals erwartet hätten!

Ausrüstung

Unbedingt genügend Getränke und Vesper einpacken, eine Einkehr ist nur in Rötenbach und Göschweiler möglich.

Zudem an Wetterschutz denken – ist man erst mal in der Schlucht drin, dann muss man auch durch!

Anfahrt

B31 Richtung Donaueschingen, Ausfahrt Rötenbach

Ihre Startadresse: 

Parken

In Rötenbach am Rathaus

Öffentliche Verkehrsmittel

Regional-Express RE 22310 Richtung Rottweil


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