Fünf Tage Hochgefühl im Hochschwarzwald

TITEl47 - Gipfel erklommen

Als wir zwei Allgäuer Mädels erfuhren, dass wir unter den glücklichen Siegern des diesjährigen Best of Wandern-Wettbewerbs sind und für fünf Tage in den Hochschwarzwald fahren dürfen, fielen wir aus allen Wolken.

Ein echter Wanderurlaub mit einem perfekt auf uns zugeschnittenen Programm – super! „Zu allem Überfluss“ bescherte uns Jeff Green auch noch ein Überraschungspaket mit hochwertiger Outdoorkleidung für jede Wetterlage. Und in den Pfingstferien ging es dann auch schon los in Richtung Abenteuerurlaub.

Bestes Sommerwetter erwartete uns schon, als wir an unserer idyllisch gelegenen Unterkunft für die Dauer des Aufenthalts, dem Hotel Saigerhöh‘ in Saig, ankamen. Nach der Begrüßung und einer ersten Lagebesprechung mit unserem Organisationstalent Volker Haselbacher von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, erwartete uns eine mehr als komfortable Suite mit wunderbarem Ausblick auf die schöne Hügellandschaft des Hochschwarzwalds. Gestärkt durch ein üppiges Grillbuffet und mit Vorfreude auf die actionreichen Tage, die uns bevorstanden, krochen wir in unser Doppelbett.

Volker stand am nächsten Morgen schon bereit, um mit uns nach Lenzkirch zu fahren, wo wir unseren Wanderführer für die geplante Tour durch die Wutachschlucht, Martin Schwenninger, den Wutachranger, treffen sollten. Bei strahlendem Sonnenschein und mit unserem sympathischen Guide ging es dann los in Richtung kühles Nass. Ob zum Thema Geschichte, Biologie oder Heimatkunde – Martin konnte uns jede erdenkliche Frage beantworten und so verging die Zeit wie im Nu.

9 - Traumhafte Gewässer in der Haslachschlucht

Wir wanderten entlang der Bachläufe, auf schmalen Waldpfaden, über Brücken und an allerlei Naturspektakeln wie jahrhundertealten Tannen, vom Menschen unberührten Urwäldern und den typisch Schwarzwälder meterhohen Waldameisenhäufen  vorbei.

14 - Haslachschlucht_800x600

Verschwitzt aber zufrieden gönnten wir uns dann noch ein kühles Getränk und ließen uns dank unserer Hochschwarzwald Card umsonst vom Bus zurück chauffieren, denn das nächste Highlight stand schon auf dem Programm: Das WM-Eröffnungsspiel im brasilianischen Dorf in Altglashütten. Dort ließen wir bei bester Unterhaltung mit einem kühlen Bier und der heißen brasilianischen Samba-Tanzshow den Abend ausklingen.

Für den nächsten Tag stand dann eine Wanderung über den alpinen Steig auf den Feldberg, den mit 1493 m höchsten Berg Baden-Württembergs,  auf dem Plan. Begleitet wurden wir von Sabrina Röseler, einer waschechten Hochschwarzwälderin und super Weggefährtin, die uns die unberührtesten und schönsten Fleckchen Erde an diesem – möchte man meinen -  Touristenmagnet zeigte.37 - Alpiner Steig am Feldberg_800x600

Als sie dann zur Brotzeit noch einen original Schwarzwälder Kirschkuchen in der Dose aus der Tasche zauberte und diesen sogar noch mit Puderzucker dekorierte, hatte sie endgültig unser Herz erobert.

49 - Sabrina's Überraschung

Nach der kleinen Stärkung fuhr Sabrina dann mit uns nach Hinterzarten, wo uns schon unser Elektro-Smart erwartete. Frisch „getankt“ und gestriegelt wartete unsere Leihgabe für die nächsten Tage nur darauf, mit uns den Schwarzwald zu erkunden.

52 - Unser Baby, der Elektroflitzer

Unsere erste Fahrt führte uns vorbei am größten See im Schwarzwald – dem Schluchsee, nach Rothaus, wo wir uns erneut mit Sabrina trafen um gemeinsam die regionale Küche im Biergarten der Brauerei Rothaus zu testen. Bevor wir uns der Biersuppe und dem Rehragout widmeten, besichtigten wir noch das brauereieigene Biermuseum, die neu eröffneten Brauwelten, und brachten uns in Sachen Bier auf den neuesten Stand.

54 - Kreativer Brunnen in der Staatsbrauerei Rothaus

Mit vollen Mägen wartete dann ein besonderes Abenteuer auf uns: eine Nacht im Baumzelt des Schwarzwaldcamps am Schluchsee. Bepackt mit Schlafsack und Isomatte erklommen wir unsere in etwa zwei Metern Höhe angebrachte Schlafstätte und schliefen wie auf Wolken bis…

58 - Superbequemes Baumzelt im Schwarzwald-Camp am Schluchsee

… uns Raphael und sein Team am nächstem Morgen mit einem Deluxe-Frühstück vom Feinsten weckten. Bei der Aussicht auf unser erstes Rendez-vous mit einem Stand Up Paddling-Board unter der Anleitung vom Wassersportgott selbst, Raphael, hielten wir uns nicht lange mit den Köstlichkeiten auf und schmissen uns in unsere Bikinis – auch wenn uns Raffi versicherte wir würden nicht nass werden, wenn wir uns ein wenig anstrengen würden. Anfangs etwas wackelig aber schnell sicherer schipperten wir auf unseren Brettern über den Schluchsee und lernten nach rechts und links zu schwenken ohne über Bord zu gehen.

61 - SUP am Schluchsee- Na geht doch

Einzig die Wellen des Ausflugsdampfers stellten eine Herausforderung dar, die wir aber mit etwas Gewichtsverlagerung auch in den Griff bekamen. Das hätte noch Stunden so weitergehen können, wenn nicht schon das nächste Highlight auf unserer Wunschliste auf uns gewartet hätte: ein Nachmittag im Action Forest Kletterwald in Titisee. Über die hellgrüne, grüne und blaue Strecke kämpften wir uns über Stufen, Hängeleitern, Stahlseile und schwebende Tritte vor bis zum roten Schwierigkeitsgrad – wo uns dann endgültig die Kraft ausging.

65 - Knifflige Aufgaben_800x600

Gerne hätten wir auch noch die Herausforderung am schwarzen und gleichzeitig auch schwersten Parcours angenommen, aber wir waren wirklich völlig ausgepowert und quasi stehend k.o. So  tuckerten wir also gemächlich  mit unserem e-smart, der uns über die Tage richtig ans Herz gewachsen ist, zurück nach Saig, um hundemüde aber überglücklich ins Bett zu fallen.

Dann brach auch leider schon der letzte Tag unseres traumhaften Urlaubs an. Nach einem letzten ausgiebigen Frühstück im Hotel zog es uns noch einmal zurück an den Schluchsee, wo wir uns unbedingt noch eines von Raffis Kajaks ausleihen wollten, um eine letzte Runde über den See zu schippern und die wunderschöne Landschaft zu genießen. Auch die Fahrt mit dem Kajak war eine Premiere für uns zwei, unter der Anleitung von Campmanager Davide aber überhaupt kein Problem. So ließen wir uns noch einmal über das Wasser gleiten, uns noch einmal die Sonne ins Gesicht scheinen und nahmen still Abschied vom Hochschwarzwald, seinen unvergleichbar schönen Höhen, Tälern und Seen, seinen authentischen und sympathischen Bewohnern und freuten uns insgeheim schon auf einen unserer nächsten Urlaube, der uns mit Sicherheit wieder hierher führen wird.

3 Gedanken zu “Fünf Tage Hochgefühl im Hochschwarzwald

  1. Betr.: Feldberg-Steig
    Bitte um Zusendung näherer Details zu dieser Wanderung,
    Streckenbeschreibung und Kennzeichen, Höhenmeter, Laufzeit der Wanderung, Schwindelfrei ja/nein erforderlich, etc. etc. Vielen Dank. R.Wölfle

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