Auf Entdeckungsreise in Kucky’s Vogelwelt

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Liam und ich sind mal wieder auf Erkundungstour im Hochschwarzwald. Mein 5-jähriges Patenkind ist ganz begeistert von Erlebnispfaden, daher werde ich heute mit ihm „Kucky´s Vogelwelt“ in Lenzkirch erkunden…

In der Tourismus Information Lenzkirch habe ich mir vorweg die Informations-Broschüre und einen „Kucky“, ein Kuckucksküken aus Plüsch, besorgt.

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Kucky´s Vogelwelt“ ist ein leichter Rundweg über 1,7 Kilometer mit verschiedenen Stationen, an denen wir spannendes rund um einheimische Vögel und deren Lebensraum erfahren.

Auf geht´s Liam!

Der Weg führt uns über eine kleine Holzbrücke, wo uns gleich ein Krokodil erwartet. Ein Kunstwerk aus Holz, wie Liam erleichtert feststellt. An der ersten Station von „Kucky´s Vogelwelt“ geht es um den Stammbaum und das Alter von Bäumen. Schon sind wir dabei die Jahresringe eines Baumstammes zu zählen.

„Ein Auerhahn!“, ruft Liam begeistert.

Wir erhalten über eine kleine Tafel interessante Informationen über den größten Hühnervogel Europas; den Auerhahn. Er ist sehr scheu und stellt hohe Anforderungen an seine Umgebung. In Mitteleuropa ist er nur noch selten und nur in alten, unberührten Bergwaldregionen anzutreffen, wie das zum Beispiel im Schwarzwald der Fall ist.

Weiter geht es Richtung Sommerberg. Liam ist nicht mehr zu bremsen, als er den liebevoll angelegten Spielplatz mit dem Rennauto, einem Zug mit Waggons und einem Brunnen zum Planschen sieht.

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Nachdem wir alles ausprobiert haben lümmeln wir uns in die große Vogelnestschaukel. Faul liegen wir in der schwingenden Schaukel und verlegen unsere Vesperpause einfach vor. Wir genießen den warmen Sommertag bei Vogelgezwitscher der einheimischen Singvögel. Doch was ist das? Wir vernehmen ein Hämmern. Der Zimmermann der Wälder, der Buntspecht, ist am Werk. Mit seinem kräftigen Meißelschnabel hämmert er gerade über uns eine Höhle in den Stamm. „Der ist aber schön“, sagt Liam begeistert. Mit seinen gebogenen Krallen hält sich der Buntspecht an der Borke des Baumes fest.

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Die Höhle wird nicht nur dem Specht als Brutplatz dienen, sondern auch anderen Lebewesen, wie zum Beispiel der Fledermaus, Unterschlupf und Lebensraum bieten, erkläre ich Liam.

Der ist mittlerweile wieder von der Vogelschaukel auf den weichen Waldboden gesprungen und betrachtet die Moosschicht unter seinen Füßen. Das Moos mit all seinen Bewohnern aus der Wurzelschicht des Waldes interessiert ihn jetzt mehr. Spinnen, Ameisen und Käfer tummeln sich hier.

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Ein Regenwurm, der gerade aus dem Erdreich kriecht und durch die Vibrationen der letzten Regenfälle aus der Erde an die Oberfläche gelockt wurde, wird sogleich von einer aufmerksamen Amsel geschnappt. Pech für den Wurm und eine willkommene Mahlzeit für die Amsel.

„Kucky will weiter“, mein Patenkind wirbelt neben mir wie verrückt mit seinem roten Plüsch-Kucky herum. Alles klar, die nächste Schautafel wartet schon: sie informiert über den Waldkauz. Nachdem ich Liam erläutert habe, dass der Waldkauz eine mittelgroße Eulenart ist, die bevorzugt Mäuse frisst, rennt er auch schon los. Der Weg ist leicht abschüssig und Liam lässt seinen Plüsch-Kucky fliegen. Er geht auf Mäusejagd. Enttäuscht macht er bei den Kletterstämmen Halt. Mäuse hat er keine gefunden, darüber ärgert er sich so sehr, dass er kurz und frech seine Wut zuerst an den Stämmen, dann an mir auslässt. Einer verbalen Entgleisung folgt eine lange, rote Kinder-Zunge in meine Richtung – meine Anmerkung, dass der Waldkauz bei Mäusemangel manchmal auch Jagd auf kleine, freche Kinder macht, lässt ihn zunächst mit weit aufgerissenen Augen verstummen – dann ist er wieder freundlicher.

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Wir hüpfen vergnügt von einem Stamm zum anderen. Vorwärts, Rückwärts, seitwärts…

Zwischen dem Sperber und der Mehlschwalbe finden wir am Wegesrand, hoch oben in einer stacheligen Hecke leckere Brombeeren, denen wir nicht wiederstehen können. Süß und bekömmlich munden sie. Wir sind gestärkt für die nächste Station „Nette Melodie“.

Ein großes Glockenspiel wartet darauf in Schwingung versetzt zu werden. Mein Patenkind tobt sich mit aller Kraft aus und schon vernehmen wir Vogelgeschrei. Es scheint sich jemand zu wehren, gegen den Lärm, den Liam verursacht. Schon beginnt er mit sanfteren Schwingungen. Die Vogelwelt scheint damit einverstanden zu sein und stellt die Protestrufe ein.

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Nun rennen Liam und ich um die Wette bis zur nächsten Station „Steinzeit“. Kondition hat der Kleine jede Menge, stelle ich fest. Während ich mich außer Atem auf die gemütliche Bank setze, ist Liam erst so richtig warm und macht die Konglomerat-Felsen auf allen Vieren kletternd unsicher.

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Weiter geht es zur nächsten und letzten Station, dem „Natur Memory“.  Wir sollen uns die abgebildeten Naturmaterialien merken und dann im Wald suchen. Das ist gar nicht so einfach. Anschauen, merken, los… Liam schleppt einige Steine und Äste an, während ich mich auf die Suche nach Löwenzahn und Fichtenzapfen mache. „Was fehlt noch?“ „Moos und Erde“, schreit Liam in Aktion und rennt wieder los. Erde, Blätter und ein Zweig mit Tannennadeln gesellen sich noch zu unserem Memory-Haufen. Das wäre erledigt. Nur das Gänseblümchen konnten wir nicht finden, obwohl dieses von März bis November ununterbrochen blühen sollte.

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Egal, den Rest haben wir fabelhaft gemeistert. Liam und ich klatschen uns ab: „Give me five“ und zum Abschied gibt es noch ein Bild im Kucky-Naturbilderrahmen.

Fazit: Kucky´s Vogelwelt ist ein spannendes und abwechslungsreiches Erlebnis für Groß und Klein.

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