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Geschichte des Ortes Titisee

Der alte Name des Ortes war "Viertäler". Er ergibt sich aus der Landschaftsgestalt der Gemeinde, nämlich aus den vier Tälern Altenweg, Spriegelsbach, Schildwende und Jostal. Seit dem 1. Mai 1929 wird der Ort wie der See, an dem er liegt, genannt.

Der Name des Sees hat schon eine alte Geschichte. In einem Schreiben des Klosters Allerheiligen zu Schaffhausen von 1050 ist der Name Titinsee erwähnt, und in einer Urkunde vom 9. Oktober 1095 ist der See Titunsee genannt. Der Ursprung des Namens wird vermutet, weil zu der angegebenen Zeit römische Heere in der Nordschweiz lagerten und von dort aus nach Germanien und in unser Land vordrangen. Vermutlich gab man damals dem See den Namen "Titus" also Titunsee.

Hochtäler des Schwarzwaldes
Es ist also sicher anzunehmen, dass vor dem Jahre 1000 die Hochtäler des Schwarzwaldes noch nicht besiedelt waren. Die Nachbargemeinde Neustadt/Schwarzwald wird 1275 erstmals urkundlich erwähnt. Bei einem Kaufvertragsabschluss des Grafen Heinrich von Lupfen Anno 1294, über den Verkauf von Gütern und Rechten der Burg und Stadt Stühlingen, gab dieser den Kufzeugen bekannt, dass Leute aus seinem Herrschaftsbereich über die Straße bei Nuwstadt (Neustadt) gezogen seien und Siedler aus Tirol in den Schwarzwald kamen und ansässig wurden. Aus anderen Dokumenten ist ersichtlich, dass Siedler aus Tirol in den Schwarzwald kamen und ansässig wurden. Nachdem das Land mit Harke und Pflug soviel wie erobert war. Der Abschluss der Besiedlung der Gemeinde Viertäler dem heutigen Titisee, beweist die so genannte "Türkenbesteuerungsliste" vom 11. November 1543.

Ernährungsgrundlage der Menschen waren Ackerbau und die Viehhaltung
In dieser Aufstellung sind sämtliche Familien, insgesamt rund 90 an der Zahl, erfasst und steuerlich verlangt. Die Steuerbeträge, wie überhaupt die Ernährungsgrundlage der Menschen in diesen Tälern der Ackerbau und die Viehhandlung waren. Der Waldbau spielte daneben sicher eine bedeutende Rolle. Auf den Hofsägen wurde das Holz aus dem Walde verarbeitet und in den kleinen Hofmühlen, die heute noch da und dort im Talgrund zu finden sind, wurde das Brotgetreide gemahlen oder Gerste und Hafer als Futter für das Vieh. Die Hänge wurden mancherorts bis zur Kammhöhe landwirtschaftlich genutzt, denn Ackerbau war in früherer Zeit das Vorherrschende. Erst in neuerer Zeit hat die Waldwirtschaft an Bedeutung gewonnen und ist heute zur Haupterwerbsgrundlage geworden. Selbstverständlich waren aber auch die Handwerksbetriebe wie Schmiede, Schreinereien u.a. vorhanden.

Hochschwarzwald wurde als Wandergebiet entdeckt
Mit Beginn der Sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts bahnte sich ein neues Verhältnis im Leben der Menschen der Schwarzwaldtäler und damit auch der Einwohner der Gemeinde Viertäler an. Der Hochschwarzwald wurde von Natur liebenden Menschen als Wandergebiet entdeckt und die Gemeinde trug dem Rechnung. Hotels und Berghütten wurden errichtet, die Straßen wurden ausgebessert und ausgebaut, damit in der Nähe des Sees ein Verkehrsmittelpunkt im Schwarzwald geschaffen. Nicht allein die Schönheit der Landschaft am Titisee, sondern auch das aufgrund der Höhenlage gesunde Klima waren ein Grund für die vielen Besucher aus allen europäischen Ländern.

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