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St. Margaretha in Birkendorf

St. Margaretha ist die Pfarrkirche der Pfarrei Birkendorf und gehört heute zur Seelsorgeeinheit Oberes Schlüchttal.

Neben Barbara und Katharina zählt die Hl. Margaretha zu den drei Frauen unter den Vierzehn Nothelfern. Diese waren in der Volksfrömmigkeit beliebte Heilige, die in den verschiedensten Nöten angerufen wurden. Margaretha kam nach der Legende in der zweiten Hälfte des 3. Jahrhunderts als Tochter eines heidnischen Ehepaares in Antiochien zur Welt. Die Amme, eine überzeugte Christin erzog das Mädchen von Geburt an im christlichen Glauben. Margaretha ist zur Zeit des Kaisers Diokletian um das Jahr 305 als Märtyrerin gestorben. Im 7. Jahrhundert beginnt die Verehrung im Abendland und hat sich weit verbreitet. Margaretha von Antiochien wird auf verschiedene Weise dargestellt. Besonders häufig – auch auf den drei Statuen in der Birkendorfer Kirche – sieht man sie mit einem Drachen, was den Sieg gegen das Böse darstellen soll. Im Mittelalter war der Margarethentag (20. Juli) für die Bauern einer der wichtigsten Lostage des Jahres und wenn das Wetter zuvor gut war, wurde der bäuerliche Pachtzins bezahlt.

Der Festtag der Hl. Margaretha ist der 21. Oktober.

Erstmals wird die Birkendorfer Kirche im Zusammenhang mit der Schenkung Ita von Birkendorf an das Kloster Allerheiligen im Jahre 1085 genannt: „Damit die Kilch zu Birkendorf sich nüt zu klagen ab dieser Vergabung, gibt si iren dagegen ein gut zu Mettingen“. Die weitere Entwicklung der Birkendorfer Kirche hängt eng mit dem ehemaligen Frauenkloster St. Fides in Grafenhausen zusammen. Mit der Aufgabe des Klosters in Grafenhausen erlitt das religiöse Leben einen merklichen Rückgang. Die Grafenhausener Bürger wurden vom Birkendorfer Weltpriester betreut, dadurch wurde St. Fides eine Filiale von St. Margaretha bis zum Jahre 1610. Ein besonderer Umstand brachte in diesem Jahr eine Änderung. Das Birkendorfer Pfarrhaus war baufällig geworden, und niemand traf Vorkehrungen zur Instandsetzung. Der Pfarrer zog mit der Erlaubnis des Bischofs in die bestehenden Klostergebäude in Grafenhausen und damit war Birkendorf ohne Pfarrer. Die vielen Versuche der Wiedererrichtung der Pfarrei blieben erfolglos, bis im Jahre 1909 in Birkendorf die Pfarrei St. Margaretha errichtet werden konnte. Ein Höhepunkt im Dorf, das 1973 Bundessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ wurde, war die 900 Jahrfeier im Juli 1985 mit zahlreichen kulturellen, musikalischen und kirchlichen Höhepunkten.

freier Eintritt
frei zugänglich / immer geöffnet

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