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Auf dem Heimatpfad in die wildromantische Ravennaschlucht Barbaras Hochtag im Schwarzwald

Am Hochtag zieht es unsere Mitarbeiter in den schönen Schwarzwald und sie berichten von ihren individuellen und spannenden Erlebnissen.
Hier stellt Barbara Beck ihren Hochtag vor. 

Wir sind bereit für die fünf stündige Tour auf dem Heimatpfad
Wir sind bereit für die fünf stündige Tour auf dem Heimatpfad - © Barbara Beck

Unser Plan: Sich einmal unter die Kurgäste mischen und auf dem Heimatpfad in die wildromantische Ravennaschlucht eintauchen...

Auf gehts in das Löffeltal

Bärbel:
Gesagt getan – so finden wir uns im Wanderoutfit vor dem Kurhaus in Hinterzarten ein. Unsere Wanderführerin Judith Runte macht uns bereits vor der 5-6 Stündigen Wanderung auf die Streckenführung neugierig. Vom Kurhaus in Richtung Alpersbacher Straße – vorbei am Rauchhüsli und der Säge, gelangen wir über einen Kiesweg auf den Heimatpfad, der ins Löffeltal hinunter führt. Wie das Tal zu seinem Namen kam erfahren wir von Judith. Das vorindustrielle Gewerbe der Löffelschmieden hatte seiner Zeit viele Zentner Eisen zu Löffeln verarbeitet, so wurde das Tal Löffeltal genannt. Noch heute sind die Spuren aus dieser Zeit erkennbar.

Das nächste Ziel ist die Klingenhofsäge, eine alte Klopfsäge, die auch heute noch durch Wasserkraft betrieben wird.
Das nächste Ziel ist die Klingenhofsäge, eine alte Klopfsäge, die auch heute noch durch Wasserkraft betrieben wird. - © Barbara Beck

Das nächste Ziel ist die Klingenhofsäge, eine alte Klopfsäge, die auch heute noch durch Wasserkraft betrieben wird. Judith erklärt uns das alte, technische Prinzip der beeindruckenden Sägekunst direkt am Sägeblatt, welches hin und wieder bei Vorführungen zum Einsatz kommt.

Das Schild ist nur für echte Schwarzwälder
Das Schild ist nur für echte Schwarzwälder - © Barbara Beck

Selbst Hand ans Seil anlegen

Die Wanderung führt uns weiter in eine historische Seilerei. Judith schnappt sich sogleich einige getrocknete Hanfpflanzen und beginnt sie auf einem Holzbock zu brechen. Über das Schwingen und Hecheln des Strohs werden so die Langfasern gewonnen, die zur weiteren Seil-Verarbeitung dienen. Nun dürfen wir selbst Hand anlegen und ein eigenes Seil drehen, welches sehr aufwendig ist, wie wir feststellen müssen. Weiter geht es zur benachbarten Mühle des Ölerhofes, hier wurde in früheren Zeiten Öl aus Korn und Getreide gewonnen. Über das große Wasserrad wurde der Antrieb von Futterschneidmaschine, Kreissäge und Dreschmaschine genutzt. Des Weiteren befand sich hier eine ehemalige Löffelschmiede, in welcher jährlich bis zu 10.000 Löffel produziert wurden. Wir sind begeistert, was der Förderverein Heimatpfad Hochschwarzwald alles restauriert und neu aufgebaut hat um das traditionelle Handwerk am Heimatpfad am Leben zu erhalten.

Wir sind begeistert, was der Förderverein Heimatpfad Hochschwarzwald alles restauriert und neu aufgebaut hat.
Wir sind begeistert, was der Förderverein Heimatpfad Hochschwarzwald alles restauriert und neu aufgebaut hat. - © Barbara Beck

Die Kunst der Glasbläserrei

Der Weg führt uns von der alten Brücke der ehemaligen Landstraße und der historischen Telegrafenleitung anno 1936 weiter bis zum Hofgut Sternen. Hier kann man die Kunst der Glasbläserei bewundern. Hier werden aus speziellen Glasröhren Dekorationskugeln, Stielvasen und Öllampen hergestellt. Nach diesem Fußmarsch sind wir hungrig – zum Glück gibt es gleich etwas zum Essen. Im historischen Nachbau des ehemaligen Zollhauses werden wir mit Schwarzwälder Tapas verwöhnt, ein kleiner Gaumenschmaus. Zum Kuckuck ist das lecker. Bereits Johann Wolfgang von Goethe machte auf diesem Areal Station im Jahr 1779 und ließ es sich gut gehen, gegenüber dem Hofgut, welches damals noch: „Gasthaus zur Steig“ hieß.

Ein kleiner Wasserfall kreuzt unseren Weg.
Ein kleiner Wasserfall kreuzt unseren Weg. - © Barbara Beck

Das Tor zur Ravenna-Schlucht

Vanessa:
Nach unserer Pause mit den leckeren spanischen Tapas gehen wir zur St. Oswald Kapelle, einer der ältesten Kapellen im Hochschwarzwald, die 1148 erbaut wurde. Die Kapelle verfügt über ein Beinhaus, in das man durch ein Fenster einen Blick hineinwerfen kann. Danach wagen wir gestärkt den Weg in Richtung Einstieg in die Ravenna-Schlucht. Erste Sehenswürdigkeit ist kurz vor dem Einstieg in die Schlucht das Ravenna-Viadukt, eine Eisenbahnbrücke mit 37 m Höhe. Die neue Eisenbahnbrücke, die erbaut wurde, nachdem die vorherige im 2. Weltkrieg von den Deutschen zum Schutz vor den Alliierten gesprengt wurde, erhebt sich wie ein Tor vor dem Einstieg der Schlucht.

Die 4 km lange Ravenna-Schlucht selbst ist ein wahres Märchen vor allem an heißen Tagen, da die hohen Bäume an den Seiten Schatten spenden. Der durchfließende Bach Ravenna lädt an seinen Ufern zum Verweilen ein und eignet sich auch prima zum kurzen Abkühlen. An zwei Stellen gibt es 16 und 6 m hohe Wasserfälle, an denen sich der Bach seinen Weg vom Hochschwarzwald in das Dreisamtal bahnt. Die Schlucht durchquert man immer parallel zum Bach auf schmalen Pfaden und Treppen und überwindet dabei knapp 330 Höhenmeter. Früher standen entlang des Baches mehrere Mühlen, von denen heute noch am oberen Ende die Großjockenmühle von 1833 steht.

 Früher standen entlang des Baches mehrere Mühlen, von denen heute noch am oberen Ende die Großjockenmühle von 1833 steht.
Früher standen entlang des Baches mehrere Mühlen, von denen heute noch am oberen Ende die Großjockenmühle von 1833 steht. - © Barbara Beck

Und alles zurück auf Anfang

Nach einer gefühlt viel zu kurzen Zeit erreichen wir das Ende der Schlucht und kommt wieder in der Zivilisation an. Direkt am Ende der Schlucht lädt das idyllisch gelegene Haus Ketterer Lydia zu einer kleinen Rast mit typisch badischen und Schwarzwälder Spezialitäten ein. Über die Gemarkung Breitnau, entlang der alten Bundesstraße, erreichten wir dann wieder die Gemeinde Hinterzarten. Am Gymnasium und Internat Birklehof erfahren wir noch interessante Fakten der Schule, die bereits in den 1920er Jahre als Außenstelle des Schlosses und Internats Salem gegründet wurde und seit den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts eigenständig ist. Da unsere Wanderführerin Judith jahrelang selbst als Erzieherin im Birklehof gearbeitet hat, kann sie uns viel Interessantes über das Internat und die Herkunft der Schüler erzählen. Über den Verbindungsweg zwischen Hinterzarten und dem Birklehof kommen wir wieder zur Abzweigung zum Löffeltal, wo unsere Tour am späten Vormittag begann. Über den Kurpark laufen wir dann zurück zum Kurhaus, wo unsere Wanderung nach knapp fünfeinhalb anstrengenden, heißen, aber wunderschönen und erholsamen Stunden endet.

Bärbel und Vanessa:
Diese Wanderung auf dem Heimatpfad in die wildromantische Ravennaschlucht war sehr erlebnisreich. Unser Fazit getreu nach Johann Wolfgang von Goethe: 

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„Nur wo du zu Fuß warst, bist Du auch wirklich gewesen“.

" Johann Wolfgang von Goethe
Die Dreisamtälerin verbrachte eine erlebnisreiche und prägende Kindheit im wunderschönen Naturpark Südschwarzwald. Getreu dem Motto: „Immer in Bewegung“, macht sie am liebsten joggend, wandernd oder auf dem Mountainbike die Wälder im Hochschwarzwald unsicher. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und Journalismus Studium begann die freischaffende Autorin im Sommer 2015 bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH.
Die Dreisamtälerin verbrachte eine erlebnisreiche und prägende Kindheit im wunderschönen Naturpark Südschwarzwald. Getreu dem Motto: „Immer in Bewegung“, macht sie am liebsten joggend, wandernd oder auf dem Mountainbike die Wälder im Hochschwarzwald unsicher. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und Journalismus Studium begann die freischaffende Autorin im Sommer 2015 bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH. - © Barbara Beck

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