Gondeln im Hochschwarzwald Jessicas Hochtag im Schwarzwald

Am Hochtag zieht es unsere Mitarbeiter in den schönen Hochschwarzwald und sie berichten von ihren individuellen und spannenden Erlebnissen.
Hier stellt Jessi ihren Hochtag vor.

Inmitten des Waldes steht unsere Gondel Gisela.
Inmitten des Waldes steht unsere Gondel Gisela. - © Jessica Stolz

Schon am Vortag beginnen die Vorbereitungen für unsere außergewöhnliche Übernachtung. Denn Verpflegung und Kleidung für jede erdenkliche Wetterlage wollen erstmal vorbereitet sein - vor allem wenn die Reisebegleitung nichts davon mitbekommen soll und was den Übernachtungsort angeht noch völlig im Dunkeln tappt. Meine Schwester, die mich nämlich ins Schwarzwaldcamp nach Schluchsee begleiten sollte, erfährt erst direkt vor dem Eingang wo wir in dieser Nacht übernachten werden. Doch auch sie ist von der Idee total begeistert! Wir parken also neben einem unscheinbaren Waldstück in Schluchsee ganz in der Nähe des Campingplatzes. An der Rezeption, welche ein kleines Holzhüttchen darstellt, werden wir herzlich begrüßt und zu unserer Unterkunft geführt. Da steht sie - zwischen Bäumen und Sträuchern und benachbarten Tipis und Baumzelten - die Gondel Gisela.

Die etwas andere Schlafstätte

Als erstes gilt es unsere kleine, aber feine Übernachtungsmöglichkeit zu erkunden. Gondel Gisela, die bevor sie zur Übernachtungsmöglichkeit wurde, in den französischen Alpen Skifahrer transportiert hat, steht auf einer kleinen Plattform unter einem Sonnensegel. Ein kleiner Tisch und zwei Stühle, sowie eine kleine Küchenausrüstung komplettieren unsere mit viel Liebe zum Detail eingerichtete Schlafstätte. Die 1,35mx2m große Matratze, die die komplette Gondel ausfüllt, bietet sogar mehr Platz als die Bilder erwarten lassen und sollte für eine Nacht völlig ausreichen - es wird eben kuschelig. Mehr oder weniger schnell wird ein Feuer entfacht und ein paar Würstchen und Folienkartoffeln gegrillt. Neben uns testet eine Familie die campeigene Popcornmaschine, die Maiskörner über dem Lagerfeuer in Windeseile in Popcorn verwandelt und großes Aufsehen an der Feuerstelle erregt. Da es Ende August dann doch überraschend früh dunkel wird, sind wir froh über unsere Stirnlampen und machen uns auf den Weg zurück in Gondel. Schnell noch einen wärmenden Tee auf dem Gaskocher gekocht und dann nichts wie ab ins Bett. Nach einem langen, heißen Sommer haben wir leider die erste kühle Woche erwischt und sind froh als wir uns in unsere Schlafsäcke kuscheln können.

Unsere mit viel Liebe zum Detail ausgestattete Schlafstätte.
Unsere mit viel Liebe zum Detail ausgestattete Schlafstätte.  - © Jessica Stolz

Morgenstille am Schluchsee genießen

Die Nacht ist ruhig und wir können tatsächlich bis zum Klingeln unseres Weckers ungestört schlummern. Um uns herum haben sich wohl auch keine Frühaufsteher einquartiert. Die Atmosphäre im Camp ist wunderschön, es ist noch kühl und klamm und unsere Umgebung erwacht langsam. Nachdem wir uns auf dem benachbarten Campingplatz, der schon weitaus belebter ist, frisch gemacht haben, gehen wir nochmal runter zum See. Ganz ruhig liegt der See da, leichter Nebel liegt über ihm. Außer uns ist noch keine Menschenseele unterwegs. Hier könnten wir noch eine ganze Weile verbringen, wenn uns unser knurrender Magen nicht ans Frühstück erinnern würde. Wir packen also unsere Sachen zusammen und verlassen Gisela schweren Herzens. Eines ist klar: In einer so außergewöhnlichen Kulisse haben wir noch nie und werden wir so schnell nicht wieder übernachten.

Der frühe Vogel fängt den Wurm.
Der frühe Vogel fängt den Wurm. - © Jessica Stolz

Unser Weg führt uns nach Bärental ins Café Schwarzwaldmaidle, wo wir endlich unsere Mägen beruhigen können. Wir ergattern gerade einen freien Tisch und gönnen uns ein super leckeres und mehr als ausreichendes Frühstück. Leider scheint uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung zu machen, draußen ist es neblig und eher ungemütlich, doch wir beschließen unseren Plan trotzdem durchzuziehen und auf den Feldberg zu fahren. Bei schönem Wetter kann das ja jeder! Wir steuern also den höchsten Berg im Schwarzwald an und werfen uns in unsere Wanderschuhe und Regenjacken.

Ein super leckeres und reichhaltiges Frühstück gibt es im Café Schwarzwaldmaidle.
Ein super leckeres und reichhaltiges Frühstück gibt es im Café Schwarzwaldmaidle. - © Jessica Stolz

Nebelmeer auf dem Feldberg

Wir beschließen auf Grund des Wetters keine große Wanderung zu unternehmen, sondern kaufen uns ein Ticket für eine Bergfahrt mit der Feldbergbahn. Eine Warteschlange gibt es heute nicht - nur einige wenige haben sich bei diesem Wetter auf den Feldberg verirrt. Wir fahren also in einer Gondel (nicht die erste in der wir heute sitzen) dem Gipfel und einem tiefen Nebelmeer entgegen. Schon bald können wir um uns herum kaum noch etwas erkennen. Oben angekommen können wir weder den Turm, noch das Bismarck-Denkmal im dichten Nebel entdecken. Gottseidank ist ja alles sehr gut ausgeschildert  und so erreichen wir schnell den Feldbergturm. Den Ausblick können wir - überraschenderweise - leider nicht genießen. Erkunden aber dafür das Schwarzwälder Schinkenmuseum, welches sich im Turm befindet und alles rund um die Schwarzwälder Spezialität erklärt. Zurück zur Talstation geht es dann zu Fuß. Glücklicherweise keine allzu lange Tour, da schon bald leichter Nieselregen einsetzt, der mit der Zeit immer stärker wird.

Trotz Nebel lassen wir uns nicht unterkriegen.
Trotz Nebel lassen wir uns nicht unterkriegen.  - © Jessica Stolz

Wir erreichen das Parkhaus bevor wir endgültig durchnässt sind und machen uns auf zu unserer letzten Station des Tages: Das Radon Revital Bad in Menzenschwand. Perfekt um uns wieder aufzuwärmen. Wir genießen das warme Wasser und lassen den Tag in Ruhe ausklingen.

Unser Fazit: Die letzten 24 Stunden haben uns das Gefühl gegeben im Urlaub zu sein, obwohl wir nur wenige Kilometer von Zuhause entfernt waren. Einfach wunderbar, wenn man dort leben darf, wo andere Urlaub machen!

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