Käsefondue geht nur in der Schweiz? Von wegen! Leas und Franziskas Hochtag im Schwarzwald

Im Hochschwarzwald halten Schweizer Genüsse in den 15 Gondeln der Feldbergbahn Einzug. Während unsere Gäste die Aussicht bei der Gondelfahrt genießen servieren wir ihnen in der Gondel ein außergewöhnliches Käsefondue mit erlesenen Weinen aus der Region. Ganz vorne mit dabei, bei diesem einzigartigen Event, waren wir, die Praktikantinnen Lea und Franzi. Keine zwei Wochen nachdem wir unser Praktikum in der Abteilung „Marketing Feldbergbahn“ und „Anspruchsvoller Genießer“ im Oktober 2020 begonnen haben freuten wir uns darauf unser erstes Event bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH mitgestalten zu können.

Eine Kabine dekoriert wie bei der Veranstaltung Gondelfondue.
Eine Kabine dekoriert wie bei der Veranstaltung Gondelfondue.

Für das Event mussten wir erst einmal den Weg hinauf zum Feldberg auf uns nehmen. Hoch motiviert starteten wir die Vorbereitungen für das Gondelfondue bereits um 14:00 Uhr. Stehtische mussten aufgebaut und 15 Gondeln aufgehübscht werden. Jede Gondel wurde mit einem Tisch bestückt, welcher anschließend liebevoll eingedeckt wurde. Fehlen durften hierbei auch eine Tischdecke nicht. Manuel Schwörer vom Hotel Schwörer, der die Idee vom Gondelfondue in die Welt gerufen hatte, baute in jede Gondel eine eigens konzipierte Batterie ein. Um uns gegen die Kälte des Abends zu wappnen statten wir uns mit Skihose, Daunen- und Windschutzjacken sowie dicken Wollmützen aus.

Die Zeit verging wie im Flug und schon trafen um kurz nach 18:00 Uhr die ersten Gäste ein. Jeder Gast wurde wahlweise mit einem Glühwein oder alkoholfreien Punsch begrüßt. Die Idee von Sekt zu Glühwein als Aperitif umzusteigen, kam spontan bei einem Blick auf die Wettervorhersage. Und so wurden kurzerhand Weihnachtsmarkt Tassen ausgekramt und für das Gondelfondue zweckentfremdet. Nach dem Aperitif stieg die erste Gruppe in die fertige Gondel ein. Nach dem sich alle Gäste in ihren kuscheligen Gondeln eingerichtet hatten und die erste Panik, die Gondel nicht schnell genug beziehen zu können, überwunden war startete die Feldbergbahn in die Sonnenuntergangsfahrt.

Ein kleiner Bildausschnitt, des Badischen Weins von der Generation Pinot.
Ein kleiner Bildausschnitt, des Badischen Weins von der Generation Pinot.

Bei der ersten Durchfahrt an der Talstation verköstigte Manuel Schwörer unsere Gäste mit kleinen Antipasti-Spezialitäten. Natürlich durfte auch der Wein nicht fehlen. Hierfür waren zwei unserer Jungwinzer vor Ort, die unsere Gäste mit erlesenen Weinen verwöhnt haben. Und schon ging es in die nächste Runde. Während die Gäste die Fahrt in der Gondel in vollen Zügen genossen bereiteten wir im Hintergrund alles für den nächsten „Boxenstop“ vor. In der Gondeleinfahrt bereiteten wir Wasser, still oder medium, sowie zwei ausgewählte Weiß- und Rotweine vor. Rechts von uns bereitete das Team von Manuel Schwörer die Beilagen des Käsefondues vor. Sorgfältig aufgereiht waren Kartoffeln, Preisebeeren, Gemüse und das heißbegehrte Baguette. Um den Platz in der gemütlichen Gondel bestmöglich zu nutzen haben wir die Brotkörbe über dem vollgedeckten Tisch aufgehangen. Die letzte Station des Boxenstops war das selbsthergestellte hochschwarzwälder Käsefondue. Trotz des Trubels konnten wir auf alle Sonderwünsche und Bedürfnisse unserer Gäste eingehen. Für unseren kleinen Besucher haben wir Schnitzel und Bratkartoffeln serviert, Allergiker bekamen glutenfreies Brot und für Schwangere wurde ein alkoholfreies Käsefondue vorbereitet. Somit konnte der Hauptteil des Abends beginnen.

 Alle Gondeln waren mit Essen und Getränken versorgt und so machte sich eine entspannte Stimmung breit. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir uns mit den Winzern und dem Küchenteam austauschen. Und ehe wir uns versehen konnten, war die nächste Gondel wieder in der Talstation. Unsere Gäste fühlten sich sichtlich wohl und die Stimmung in den Gondeln war ausgelassen. Die Sonne war inzwischen untergegangen und so drehten die Gäste ihre Runden bei sternenklarem Nachthimmel. Um sich gegen die Kälte zu schützen waren die Gondeln mit selbst mit gebrachten Kissen und Decken ausgestattet. Wer sich zwischen durch einmal die Füße vertreten oder zur Toilette wollte konnte ganz bequem in der Talstation aussteigen und bei jedem nächsten Stopp wieder dazu steigen. Um den Abend ausklingen zu lassen wurde wahlweise Kaffee, Kakao und Digestif sowie ein kleines Dessert serviert.

Nach und nach leerte sich eine Gondel nach der anderen. Bei der Verabschiedung bedankten sich die Gäste für das spektakulärste und beste Käsefondue, dass sie je gegessen haben. Inzwischen war es schon 23 Uhr, bis sich die letzte Gruppe verabschiedet hatte. Glücklich aber geschafft beseitigten wir alle Spuren des Gondelfondues, damit die Feldbergbahn am nächsten Morgen wie gewohnt ihren Betrieb aufnehmen konnte.

Bis zu sechs Personen finden in einer Gondel Platz
Bis zu sechs Personen finden in einer Gondel Platz - © Feldbergbahn

Allem in allem ist das Gondelfondue seinem guten Ruf gerecht geworden und wurde für uns ein echtes Highlight zum Start unseres Praktikums. Die überaus positive Resonanz der Gäste war überwältigend und belohnte unsere Bemühungen. Positiv überrascht waren wir zudem von dem herzlichen Miteinander und der Offenheit der Köche und Winzer. Das einzige Manko waren die eisigen Temperaturen, die uns trotz einiger Kleidungsschichten zum Ende des Abends zu schaffen machten. Daher haben wir die Packliste für das nächste Mal um eine dritte Jacke, ein zweites Paar Socken und Taschenwärmer gegen die Kälte erweitert. Dann kann ja nichts mehr schief gehen!

Für das leibliche Wohl des Abends sorgten:

Der Chefkoch Manuel Schwörer und sein Team vom Hotel Schwörer in Lenzkirch
Der Winzer Dominik Ernst vom Weingut Ernst in Wittlingen und
Der Winzer Florian Kuhn vom Weingut Kuhn in Freiburg Munzingen

zum nächsten Reisebericht