Zu Besuch beim Rosenmontagsumzug in St. Blasien Janas Hochtag im Schwarzwald

Am Hochtag zieht es unsere Mitarbeiter in den schönen Schwarzwald und sie berichten von ihren individuellen und spannenden Erlebnissen.
Hier stellt Jana Wehrle ihren Hochtag vor. 

Narri Narro!

Oder wie man in der schönen Domstadt ruft "Gaudi Hi - Gaudi Do"!

Für meinen Hochtag im Hochschwarzwald habe ich mir den in etwa weit entferntesten Punkt ausgesucht, wie es für eine Eisenbacherin im Hochschwarzwald nur möglich gewesen wäre. Heute am Rosenmontag, dem Tag aller Tage zur Fastnachtszeit, mache ich mich, gemeinsam mit meiner Hexengruppe, den Bachmärtelehexen Eisenbach, auf den Weg zum Rosenmontagsumzug in die schöne Domstadt St. Blasien.

Am Rosenmontag in St. Blasien läuten nicht nur die Domglocken, sondern auch die Geschelle der in etwa 900 Narren, die heute ihren weiten Weg nach St. Blasien auf sich genommen haben. Manche der Narren nehmen hier sogar bis zu 3 Stunden Anfahrtsweg in Kauf!

Für uns war es hingegen ein Katzensprung, denn schon nach knapp 50 Autominuten und einer Anfahrt vorbei an - sage und schreibe - vier Seen, kommen wir frohen Mutes an unserem Ziel an, wobei die Wetteraussichten unsere stets gute Laune nicht trüben konnten. Doch wo sind sie bloß, die vielen Narren?

Der Himmel ist zwar grau und es zieht ein kalter Wind an uns vorbei, doch es ist trocken. Also nichts wie auf, die Highlights der Stadt erkunden. Zuerst führt uns unser Weg natürlich zum Hingucker der Stadt – dem Dom. Der Dom St. Blasius ist im frühklassizistischen Stil erbaut, wurde zwei Mal von einem Feuer zerstört, 1913 wiederaufgebaut und später renoviert, sodass hier heute internationale Domkonzerte veranstaltet werden. Da mussten wir natürlich vorbeischauen. Fasziniert hat meine Gruppe natürlich die Kuppel des Doms. Mit einem Durchmesser von 36 Metern und einer Höhe von 62 Metern, zählt die Kuppel des Dom St. Blasius zu den größten Europas. (Der Durchmesser der Hauptkuppel des Petersdomes in Rom ist im Vergleich nur schlappe 6 m länger – ich war natürlich bestens vorbereitet!)

Doch noch immer sind weit und breit keine Narren zu finden… Also heißt es für uns erst einmal die lokale Gastronomie erkunden und tadaaa, da sind sie ja, die ersten Narren, die aufgrund des Sauwetters in die warme Stube des KosterMeisterHauses geflüchtet sind. Wir tun es ihnen gleich und stärken uns an einer heißen Gulaschsuppe.

Gut gestärkt begeben wir uns nun auf den bunt geschmückten Weg zur Umzugsaufstellung, wo nach und nach die über 40 teilnehmenden Narrenzünfte, Guggenmusiken und Wagenbauer ihren Platz einnehmen. Buntes Treiben durchdringt die Straßen und wir wundern uns, wo die vielen Hästräger nun doch alle herkommen. Doch beim genaueren Hinschauen erkennen wir die ein oder andere bekannte, Hochschwarzwälder Narrenzunft wie die Bärenzunft aus dem Bärental und die Hinterzartener Guggenmusik Latschari-Blaari. Auch unsere Nachbarn der Burgzunft Hammereisenbach sind mit dabei!

Pünktlich zum Umzugsbeginn lässt sich nun auch die Sonne blicken und alle Besucher feiern einen fröhlich bunten Rosenmontagsumzug. Die Umzugsstrecke verläuft schön gelegen entlang der Alb durch die Hauptstraße bis zum Kursaal. An der ehemaligen Krone sowie am Modehaus Schmidt Arkaden werden die Hexengruppen begrüßt und den Zuschauen wird kurz und knackig deren Herkunft erläutert! So interessant wie hier wurde unsere Geschichte zum Bachmärtele aus dem Mösle noch nie an einem Umzug vorgetragen! Der Umzug ist daher ein tolles, kurzweiliges Ereignis für jeden Besucher!  

Und so wie die Sonne zum Umzugsbeginn pünktlich lachte, so pünktlich fing es auch mit der letzten Narrengruppe den Glebfdoole aus Gremmelsbach an zu regnen und stürmen sodass alle Besucher gemeinsam die leerstehenden Lokale und den Kursaal füllten und gemeinsam die Fastnacht feierten. Eine tolle Zeit verbrachten wir bei den Gaudi Hans in St. Blasien!

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Darauf ein kräftiges "Gaudi Hi - Gaudi Do"!

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