Kribbeln im Bauch und unter den Füßen Der Hasenhorn-Coaster in Todtnau und der Barfußpfad in Muggenbrunn

von Silke Kohlmann, 27. Juni 2019

Huuuiii. Wir sausen die lange Gerade dahin und rauschen in die Kurve. Ein Kribbeln im Bauch und ein Grinsen im Gesicht. Wir sind auf dem Hasenhorn-Coaster in Todtnau unterwegs – der mit 2,9 Kilometern längsten Rodelbahn Deutschlands. Und die ganze Familie zwischen drei und dreiundvierzig ist begeistert. „Schneller, Mama“, ruft der Fünfjahrige. Und ab geht’s in die nächste Kehre.

Und weil die ganze Bande nach einem Mal noch lange nicht genug hat, gondeln wir anschließend noch einmal gemütlich mit der Seilbahn bergauf. Unter uns winden sich silbern schimmernd die Bögen der Rodelbahn. „Schau mal, da sind wir total schnell durch gesaust.“ Der Dreiährige zeigt eifrig auf die Kreisel im unteren Verlauf der Bahn. Die Erwachsenen drehen derweil den Kopf nach allen Seiten. Von der Seilbahn aus hat man einen herrlichen Blick auf die Pfarrkirche von Todtnau, rechts erhebt sich der Feldberg, unter uns erstrecken sich die Wiesen bunt getupft von Sommerblumen.

Nach einer zweiten rasanten Rodelfahrt ins Tal haben wir noch lange nicht genug vom Naturerlebnis Schwarzwald und fahren hinüber zum Campingplatz Muggenbrunn, wo der Barfußpfad startet. Also Schuhe aus und rein ins Vergnügen! Im feuchten Gras können sich die Füße an die neue Freiheit gewöhnen. Dann wird es kribbelig: Fichtennadeln und Zapfen, Kies und Laub kitzeln unsere Fußsohlen. Und irgendwann heißt es: ab in den Schlamm. Knietief sinken die Kinder in den dunkelbraunen Matsch – und johlen vor Vergnügen.

Was für ein Glück: Gleich queren wir den Bergbach, der wäscht die Füße wieder sauber und erfrischt zugleich den ganzen Körper. Wir marschieren weiter über die Wurzeln des Waldbodens, balancieren über Baumstämme – und nehmen uns vor dem Ameisen in Acht, deren Kribbeln wir dann doch lieber nicht unter den Fußsohlen spüren wollen.

Unsere Rundtour endet am Grillplatz, wo ein Brunnen nochmal frisches Wasser bereithält, um die Füße zu waschen – und wo wir den Tag herrlich am Lagerfeuer ausklingen lassen können.

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