Schneeschuhguide Monika Neck

Fünfeinhalb Dinge, die man vor der ersten Schneeschuhtour wissen muss

Schnee, so weit die Füße tragen
04.12.2014

von Patrick Kunkel

Mit Schneeschuhen zu wandern ist die wohl einfachste Art, in die Einsamkeit des verschneiten Hochschwarzwalds aufzubrechen. Frischer, unberührter Pulverschnee – ein Traum! Doch Schneeschuhanfänger sollten zu Beginn nicht zu viel wagen. Und möglichst die Tipps unserer Schneeschuh-Expertin beherzigen.

Schneeschuhwandern ist leicht zu lernen: Wer laufen kann, kann auch Schneeschuhlaufen. Doch einfach die schönen neuen Schneeschuhe anziehen und ahnungslos losschlurfen – das ist keine gute Idee.

„Für waschechte Schneeschuhanfänger ist die Orientierung im winterlich verschneiten Gelände oft sehr schwierig“, sagt Monika Neck von der Schneeschuh Akademie Hinterzarten:

“Und der Hochschwarzwald, als Mittelgebirge, ist schon alpiner als viele denken.“
(Monika Neck)

Wie bei Skitouren abseits der Pisten und Loipen, sollten auch Schneeschuhwanderer nicht nur die eigene Kondition kennen und äußere Bedingungen einschätzen zu wissen, sondern immer auf den Naturschutz achten, Waldgebiete meiden, sich an Begehungsverbote halten und vor allem in der Lage sein, zu entscheiden, wann eine Tour rechtzeitig abgebrochen werden muss. Viel Stoff für den Anfang!

Schneeschuhguide Monika empfiehlt daher, fürs Erste nur die von den Gemeinden ausgewiesenen Schneeschuhtrails zu wagen: „Und das nur bei wirklich schönem Wetter.“ Für all jene Schneeschuhanfänger, die sich am Wochenende auf eine Schneeschuhtour machen wollen und das Gebiet im Winter nicht kennen, hat sie folgende Tipps:

  • 1. Schnee- und Lawinenlage checken (bei Tourist-Informationen)
  • 2. Wetterbericht einholen
  • 3. Informationen zu Schneeschuhtrails und Winterwanderkarten besorgen
  • 4. Ausrüstung checken. Monika empfiehlt: „Winterbekleidung im "Zwiebelprinzip", also Funktionsunterwäsche, Rolli, Fleece und Wind-/Regenjacke, sowie eine Ski- oder Wanderhose. Ganz wichtig sind robuste, knöchelhohe Wanderschuhe. Mütze, Schal, Handschuhe und Sonnenbrille, sowie Sonnencreme sollten auch immer dabei sein. Auch dazu gehört ein kleiner Rucksack, in dem man zu warme Kleidung verstauen kann, sowie ein Getränk (z.B. Tee in einer Thermoskanne) und einen Müsliriegel oder ähnliches für die Stärkung zwischendurch. Notfallausrüstung (Handy und kleines Erste-Hilfe Set).“
  • 5. Die passenden Schneeschuhe und Stöcke mit einem Tiefschneeteller
  • 5 ½. Direkt vor Ort noch einmal die Wetter- und Schneeverhältnisse mit den Vorhersagen der Wetter- und Lawinendienste abgleichen.