Bähnle-Radweg

Radfahren

Gemütlich mit dem Rad auf der historischen Bahntrasse.

Zu beachten: Ab dem 19.11.2018 wird der Ortsausgang Neustadt bis Kappel Gutachbrücke (Kapfweg) aufgrund eines Bahnlinien-Sicherungshieb gesperrt. Eine Umleitung über die Kappeler Landstraße L156 wird eingerichtet.

Bähnle-Radweg
Bähnle-Radweg - © Quelle: Hochschwarzwald Tourismus
  • Typ Radfahren
  • Schwierigkeit leicht
  • Dauer 3:30 h
  • Länge 27,2 km
  • Aufstieg 127 m
  • Abstieg 118 m
  • Niedrigster Punkt 747 m
  • Höchster Punkt 871 m

Beschreibung

Ein so flach verlaufender Radweg ist in dieser Länge im südlichen Schwarzwald einmalig. Er erlaubt sowohl entspanntes als auch sportliches Fahren und ist besonders für Familien und Senioren geeignet. Den besonderen Reiz der Trasse machen große, gleichmäßige Kurvenradien, lange Geraden, tiefe Geländereinschnitte und hohe Dämme aus.

Eine Attraktion ist das Klausenbachviadukt, eine eiserne Untergurtbrücke nahe der Löffelschmiede bei Lenzkirch, mit einer Spannbreite von 47 m. Der Bähnle-Radweg ist eine attraktive Verbindung der Radwegenetze der Kreise Breisgau-Hochschwarzwald und Waldshut und ermöglicht interessante Touren in beiden Kreisgebieten bis hinunter zum Hochrhein.

 

Nach 70 Jahren war schon wieder Schluss – die großen Erwartungen wurden nie erfüllt.
Aus der Geschichte des Lenzkircher „Bähnles“.

Mit einem geschmückten Sonderzug wurde die Bahnstrecke Kappel-Gutachbrücke – Lenzkirch – Bonndorf 1907 feierlich eröffnet. 70 Jahre später war es noch einmal ein Sonderzug, der Geschichte schrieb. Denn die Lenzkircher hatte ihrem „Bähnle“ einen wehmütigen Abschied spendiert. Am 1. Mai 1977 fand jene denkwürdige Sonderfahrt statt. Die Legende sagt, dass es die Zugfahrt mit den meisten Passagieren in der Historie dieser Nebenbahn gewesen sein soll. Nur wenige Tage später wurden die Gleise entfernt die 25 km lange Bahnstrecke war endgültig Geschichte. Einzig der Lenzkircher Bahnhof bekam noch eine kleine Galgenfrist. Drei Jahre später fiel auch das ehrwürdige Gebäude aus der Kaiserzeit dem Abrissbagger zum Opfer. An gleicher Stelle entstand das Lenzkircher Kurhaus.

Wir starten unsere Genießertour in Neustadt oder Hinterzarten am Bahnhof und folgen der Gutach unter der Gutachbrücke durch das friedliche Tal. Fast eben geht es weiter unterhalb von Kappel über den Bahnhof Kappel-Grünwald bis ins idyllische Lenzkirch, welches uns zu einer kleinen Rast einlädt. Nun folgen wir der historischen Bahntrasse über das Klausenbachviadukt bis nach Holzschlag. Dort fahren wir dann oberhalb von Gündelwangen an Pferdeweiden vorbei und genießen einen schönen Ausblick auf die Wutachschlucht. Das letzte Stück bis nach Bonndorf verläuft fernab von jedem Trubel durch ruhige Wälder. Zum Schluss kann das Kulturzentrum Schloss Bonndorf besichtigt werden. Alternativ bietet sich ab Bonndorf der Seenradweg Hochschwarzwald über den Schluchsee, Windgfällweiher und den Titisee bis nach Titisee-Neustadt als ein sportlicher Rückweg (gestrichelte Route) an.

Zur Historie: Mit einem geschmückten Sonderzug wurde die Bahnstrecke Kappel – Gutachbrücke – Lenzkirch – Bonndorf 1907 feierlich eröffnet. Die ersten Touristen kamen, Pendler ersparten sich viel Zeit und der Güterverkehr brachte Lenzkircher Qualitätsuhren rasch und sicher zu den Kunden. 70 Jahre später fand die letzte Sonderfahrt statt, da die Leute immer mobiler wurden und der Güterverkehr sich nicht mehr rentierte.

Von Freiburg: B31 in Richtung Titisee-Neustadt, Ausfahrt Neustadt.

Von Donaueschingen: B31 in Richtung Freiburg, Ausfahrt Neustadt.

Von Lörrach: B317 in Richtung Donaueschingen bis Ausfahrt B31 in Richtung Freiburg, Ausfahrt Neustadt.

 

Bahnhof Neustadt
Von Freiburg: Mit dem Zug 727/728 Seebrugg/Neustadt (Schwarzw), Ausstieg Bahnhof Neustadt.

Von Donaueschingen: Mit dem Zug 727 Richtung Neustadt (Schwarzw), umsteigen in den Zug 727 Richtung Freiburg, Ausstieg Bahnhof Neustadt.

Von Lörrach: Mit der Bahn von Lörrach nach Basel Bad BF, umsteigen in den ICE nach Freiburg. Mit dem Zug 727/728 Seebrugg/Neustadt (Schwarzw), Ausstieg Bahnhof Neustadt.